Szenisches Spiel

Das Szenische Spiel ist die Versinnlichung des Lernens par excellence. Lernen findet in Szenen statt, in denen wir mit allen Sinnen eingebunden sind. Der Kern des szenischen Lernens ist die Arbeit an der „inneren Haltung“ (Gefühle, Fantasien, Einstellungen) und „äußeren Haltung“ (körperliche und sprachliche Ausdrucksformen). Die Verfahrensweisen des szenischen Spiels sind vielfältig: Wahrnehmungsübungen, Vorstellungsübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Sprechübungen, Rollenschreiben, Rollengespräche, Rollenspiele, Standbilder, Szenische Improvisation… Das Szenische Spiel als forschendes Lernen führt immer zu einer szenischen Interpretation sozialer Situationen und Ereignissen. Das können eigene Haltungen und Erlebnisse aus der Berufspraxis sein, Lebenszusammenhänge und Haltungen anderer Personen, aber auch Texte, Bilder und Filme. Durch das szenische Spiel gewinnt das Lernen an Qualität und Bedeutung, da die Lernenden mit allen Sinnen handelnd einbezogen werden.

Ich stütze mich weitestgehend auf die Arbeiten von Ingo Scheller. Vergleiche zum Beipsiel: Scheller, Ingo 1998: Szenisches Spiel. Handbuch für die pädagogische Praxis, Berlin