Ablauf einer Mediation

Der Ablauf einer Mediation ist klar strukturiert und enthält folgende Schritte:

Eröffnungsphase: In einem Vorgespräch wird zunächst geklärt, ob der Konflikt für eine Mediation geeignet ist, welche Personen beteiligt sind und ob alle zur Teilnahme gewonnen werden können. Zudem wird über den Ablauf informiert, die Kostenübernahme geklärt, die Zeit und der Ort besprochen sowie Gesprächsregeln vereinbart (Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Verantwortung usw.). Abschließend wird ein Mediationsvertrag geschlossen. Bezüglich der Konfliktinhalte werden jedoch keine Einzelgespräche im Vorfeld geführt!

Konflikt-Darstellung: Hier werden die unterschiedlichen Sichtweisen deutlich gemacht. Jeder bekommt die Gelegenheit, ausführlich und mit Unterstützung des Mediators seine Sicht der Situation zu klären und zu schildern. Anschließend werden die Themen gesammelt und Regelungspunkte erarbeitet.

Konflikt-Erhellung: Hinter jedem Konflikt stehen Interessen und unerfüllte Bedürfnisse, um die es den Beteiligten eigentlich geht. Diese gilt es zu klären und für alle greifbar zu machen.

Lösungsideen finden: Möglichkeiten und Lösungen werden erarbeitet, welche möglichst alle Bedürfnisse erfüllen. Ziel ist eine tragfähige und zukunftsorientierte Handhabung und Verstehensebene.

Vereinbarungen: Auf der Grundlage der Lösungen werden Vereinbarungen erarbeitet und ausgehandelt. Diese werden gegebenenfalls schriftlich fixiert und unterzeichnet.

Nachsorge: Es besteht die Möglichkeit, die Umsetzung der Vereinbarungen in einem Nachgespräch zu begleiten und gegebenenfalls Korrekturen zu vereinbaren.